Bei zunehmender Abnutzung der Bandscheibe ohne Vorfall kommt es zu einer vermehrten
Belastung der kleinen Wirbelgelenke, die aufgrund dieser Belastung eine Abnutzung (Arthrose)
entwickeln.
Die degenerierten kleinen Wirbelgelenke können selbst sehr schmerzhaft sein, wobei der
Patient in diesem Fall vor allem über beständige Lendenwirbelsäulenschmerzen klagt.
Hier können gezielte Infiltrationen und bei therapieresistenten Fällen
Nervenabtragungen mittels Thermo- oder Kryotherapie
Schmerzlinderung bewirken.
Vertebrostenose (Spinalkanalstenose)
Bei der Spinalkanalstenose handelt es sich um eine knöcherne und bandscheibenbedingte Einengung
des zentralen Wirbelkanals oder des Nervenwurzelkanals. Die Patienten klagen oft über Schmerzen, vor
allem Ausstrahlungsschmerzen in beide Beine, meistens beim Stehen und beim Gehen.
Beim Sitzen oder vielfach auch beim Liegen sind die Patienten weitaus beschwerdefrei.
Die Spinalkanalstenose beeinträchtigt die Beweglichkeit des Patienten beträchtlich, da das Stehvermögen und das
Gehvermögen deutlich reduziert ist.
Einfache bis minimal-invasive Verfahren, die zur Freilegung des eingeengten Wirbelkanals durchgeführt
werden, können rasch Abhilfe schaffen. Oft gelingt es bei nicht allzu fortgeschrittenen Einengungen
mit Distraktionsklammern über einen minimal-invasiven Eingriff denselben Effekt zu erzielen.
Die Patienten sind bereits am nächsten Tag mobil, können aufstehen und gehen.
Der Spitalsaufenthalt beschränkt sich auf fünf bis sieben Tage.

